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Unia Vertrag GAV für das bernische Glasergewerbe

Version des GAV

Gesamtarbeitsvertrag: ab 01.01.2016
Allgemeinverbindlicherklärung: (keine Angaben)

Kriterienauswahl (51 von 51)

GAV-Übersicht

Stammdaten

GAV-TypBrancheVerantwortliche/r für den GAVAnzahl unterstellter ArbeitnehmerInnenAnzahl unterstellter Betriebe

Geltungsbereiche

Kurzinfo Geltungsbereichörtlicher Geltungsbereichbetrieblicher Geltungsbereichpersönlicher Geltungsbereichallgemeinverbindlich erklärter örtlicher Geltungsbereichallgemeinverbindlich erklärter betrieblicher Geltungsbereichallgemeinverbindlich erklärter persönlicher Geltungsbereich

Vertragsdauer

automatische Vertragsverlängerung / Verlängerungsklausel 

Auskünfte

Auskünfte / Bezugsadresse / paritätische Kommission 
GAV-Details gemäss Kriterienauswahlnach oben

GAV-Übersicht

Stammdaten

GAV-Typ

Kantonal

Branche

Glasereigewerbe

Verantwortliche/r für den GAV

Stefan Wüthrich

Geltungsbereiche

betrieblicher Geltungsbereich

Gilt für alle angeschlossenen Betriebe. Diese sind in der Montage von Gläsern innerhalb und ausserhalb von Gebäuden tätig.

Gilt für angeschlossene Betriebe ausserhalb des Verbandes: schriftliche Zustimmung zu den Vertragsbestimmungen bei den Vertragsparteien

Artikel 1.1 und 1.3

persönlicher Geltungsbereich

Gilt für alle Arbeitnehmenden, die Lernenden und die Arbeitgeber

Artikel 1.2

Vertragsdauer

automatische Vertragsverlängerung / Verlängerungsklausel

Dieser GAV tritt auf den 1.1.2015 in Kraft und ersetzt denjenigen aus dem Jahre 1994 bzw. 1.1.2013. Er gilt jeweils für ein Jahr. Jede vertragsschliessende Partei kann den Vertrag unter Berücksichtigung einer Kündigungsfrist von sechs Monaten auf Jahresende kündigen. Wird er innert dieser Frist nicht gekündigt, so verlängert er sich automatisch für ein weiteres Jahr.

Artikel 18

Auskünfte

Auskünfte / Bezugsadresse / paritätische Kommission

Unia Sektion Bern:
Stefan Wütherich
031 385 22 32
stefan.wuethrich@unia.ch

Arbeitsbedingungen

Lohn und Lohnbestandteile

Löhne / Mindestlöhne

MitarbeiterkategorieMindestlöhne ab 1.1.2016
VorarbeiterInCHF 5'600.--
GlaserIn EFZ 1. Jahr nach LehrabschlussCHF 4'250.--
GlaserIn EFZ mit 5 Jahren ErfahrungCHF 5'100.--
angelernteR GlaserInCHF 4'150.--
angelernteR GlaserIn mit 4 Jahren ErfahrungCHF 4'700.--
AushilfskraftCHF 4'000.--
AdministrationspersonalCHF 4'000.--
Lernende
1. LehrjahrCHF 700.--
2. LehrjahrCHF 880.--
3. LehrjahrCHF 1'150.--
4. LehrjahrCHF 1'380.--

Artikel 4, Lohnvereinbarung 2016

Lohnerhöhung

1.1.2016:
- generelle Lohnerhöhung: +CHF 30.--/Monat
- individuelle Lohnerhöhung: +CHF 20.--/Monat
- betriebliche Mindestlohnerhöhung: +CHF 50.--/Monat für:VorarbeiterIn, GlaserIn EFZ mit 5 Jahren Erfahrung, +CHF 30.--/Monat für Lernende 1.- 4. Lehrjahr

Zur Information:
Die Lohnanpassungen werden in der Regel einmal im Jahr vorgenommen. Massgebend ist der Landesindex der Konsumentenpreise per Ende Oktober. Berücksichtigt werden zudem die wirtschaftlichen Möglichkeiten und die Arbeitsmarktsituation. Die Teuerung gilt per Indexstand Ende Oktober 2012 als ausgeglichen. Er beträgt 99.4 Punkte, ausgehend vom Beginn der neuen Indexreihe per Dezember 2010 mit 100 Punkten. Die nächsten Lohnverhandlungen finden auf dieser Basis wie gewohnt im November 2016 statt.

Artikel 4; Lohnvereinbarung 2016

Jahresendzulage / 13. Monatslohn / Gratifikation / Dienstaltersgeschenke

13. Monatslohn: Der Arbeitgeber entrichtet den Arbeitnehmenden im Dezember zusätzlich einen vollen Monatslohn. Wird das Arbeitsverhältnis während des Jahres begonnen oder beendet, besteht ein Anspruch pro rata temporis.

Artikel 4

Kinderzulagen

Keine über das gesetzliche Minimum hinausgehenden Bestimmungen

Lohnzuschläge

Überstunden / Überzeit

Überstundenarbeit ist zulässig. Überstunden sind mit Freizeit (1:1) zu kompensieren. Auszahlung in Ausnahmefällen ohne Zuschlag.
Überzeitarbeit, Abend-, Nacht-, Samstags- und Sonntagsarbeit sind nur in dringenden Fällen möglich.

Artikel 3 und 4

Nachtarbeit / Wochenendarbeit / Abendarbeit

Art der ArbeitZuschlag
Tagesarbeit (6-20 Uhr)kein Lohnzuschlag
Abendarbeit (20-23 Uhr)25 % Lohnzuschlag
Nachtarbeit (23-6 Uhr)100 Lohnzuschlag
Samstagsarbeit25% Lohnzuschlag
Sonntag und Feiertage100% Lohnzuschlag

Abend-, Nacht-, Samstags- und Sonntagsarbeit sind nur in dringenden Fällen möglich.

Artikel 3 und 4

Schichtarbeit / Pikettdienst

Keine über das gesetzliche Minimum hinausgehenden Bestimmungen

Spesenentschädigung

SpesenartEntschädigung
Mittagsentschädigung (Rückkehr in den Betrieb nicht möglich)CHF 17.--
Arbeiten an auswärtigen Arbeitsorten (ohne Rückkehr an den Betriebsort)effektive Kosten für Reise, Verpflegung und Unterkunft
Benutzung des Autos von ArbeitnehmendenCHF -.60 pro km

Artikel 8

weitere Zuschläge

Keine über das gesetzliche Minimum hinausgehenden Bestimmungen

Arbeitszeit und freie Tage

Arbeitszeit

Wochenarbeitszeit: netto 41.75h (5-Tage-Woche)
wöchentliche Höchstarbeitzeit: 45 h (jährlichen Sollstunden dürfen nicht überschritten werden).
Jährliche Sollstunden 2012: 2104,2 h.
Arbeitszeit: Der Weg von und zur Baustelle gilt als Arbeitszeit. Das Aufräumen geschieht innerhalb der Arbeitszeit.
unbezahlte Mittagspause: mind. 30 Minuten
unbezahlte Pause am Vormittag: 15 Minuten
Büropersonal: gleitende Arbeitszeit (Blockstunden: 8.30 bis 11.30 und 13.30 bis 16 Uhr)

Artikel 3

Ferien

AlterskategorieAnzahl Ferientage ab 1.1.2015
Arbeitnehmende vor dem 20. Lebensjahr28 Tage
Arbeitnehmende zwischen dem 20. und 50. Lebensjahr23 Tage
Arbeitnehmende nach dem 50. Lebensjahr28 Tage

Die Umsetzung der 5. Ferienwoche ist unbestritten. Im Jahr 2016 wird kein zusätzlicher Ferientag gewährt. Für das Jahr 2017 ist vorgesehen den Ferienanspruch für alle Alterskategorien um einen zusätzlichen Ferientag anzuheben. Für unterjährige Arbeitsverhältnisse kürzen sich die Ferien pro-rata-temporis. Die Ferien müssen während des Jahres bezogen werden. Der Arbeitgeber bestimmt den Ferienzeitpunkt und nimmt dabei angemessen Rücksicht auf die Wünsche der Arbeitnehmenden. Bei Arbeitsunterbrüchen von mehr als einem Monat innerhalb eines Kalenderjahres, die in der Person liegen, können die Ferien für jeden ganzen weiteren Monat um einen Zwölftel gekürzt werden.

Artikel 7, Lohnvereinbarung 2016

bezahlte arbeitsfreie Tage (Absenzen)

Anlassbezahlte Tage
Militärische Aushebung u.Ägemäss Marschbefehl
Heirat2 Tage
Geburt eigener Kinder3 Tage
Mutterschaftsurlaub nach Erwerbsersatzordnung14 Wochen
Tod Ehegatte/PartnerIn, Kinder, Eltern, Schwiegereltern, Geschwister3 Tage
Tod von Grosseltern1 Tag
Umzug, nur einmal im Jahr1 Tag
Arzt-und Zahnarztbesuch (notwendige Zeit einräumen)max. 1h pro Besuch (Ausnahmen sind zu begründen und zu beantragen

Artikel 6

bezahlte Feiertage

Anspruch auf max. 9 bezahlte Feiertage: Neujahr, Berchtoldstag, Karfreitag, Ostermontag, Auffahrt, Pfingstmontag, 1. August (Nationalfeiertag), Weinachten, Stephanstag.
Diese werden bezahlt, sofern sie auf einen Arbeitstag fallen. Auf betrieblicher Ebene können weitere Feiertage gewährt werden.
Der 1. Mai gehört nicht zu den bezahlten 9 Feiertagen. Es besteht jedoch ein Anspruch, an diesem Tag frei zu nehmen, einen Ferientag einzusetzen und sich an den gewerkschaftlichen Aktivitäten zu beteiligen.

Artikel 7

Bildungsurlaub

Angeordnete Weiterbildung wird vom Arbeitgeber bezahlt. Für Weiterbildung auf eigenen Wunsch wird eine Vereinbarung abgeschlossen

Artikel 6

Lohnausfallentschädigungen

Krankheit / Unfall

Krankheit und Unfall:

80% Lohnersatz für 720 Tage
Prämien für die Krankentaggeldversicherung: Hälfte Arbeitgeber, Hälfte Arbeitnehmende, max. Belastung der Arbeitnehmenden 1.6%
Prämien für Berufsunfall: zulasten des Arbeitgebers
Prämien für Nichtberufsunfall: zulasten der Arbeitnehmenden

Artikel 6

Mutterschafts- / Vaterschafts- / Elternurlaub

14 Wochen Mutterschaftsurlaub gemäss Erwerbsersatzordnung

Artikel 6

Militär- / Zivil- / Zivilschutzdienst

Rekrutenschule und Kaderschulen:
- 75 % für Ledige ohne Unterstützungspflicht
- 100 % mit Unterstützungspflichten

Sonstiger obligatorischer Militärdienst: 100% des Lohnes bis zu vier Wochen

Artikel 6

Pensionsregelungen / Frühpensionierung

Keine über das gesetzliche Minimum hinausgehenden Bestimmungen

Beiträge

Paritätische Fonds / Vollzugsbeiträge / Weiterbildungsbeiträge

Keine über das gesetzliche Minimum hinausgehenden Bestimmungen

Arbeits- / Diskriminierungsschutz

Anti-Diskriminierungsbestimmungen

Der Betrieb verhindert Diskriminierungen am Arbeitsplatz.

Artikel 9

Gleichstellung allg. / Lohngleichheit / Vereinbarkeit Beruf und Familie / Sexuelle Belästigung

Der Betrieb garantiert die Gleichstellung von Mann und Frau, verhindert Diskriminierungen und sexuelle Belästigungen am Arbeitsplatz. Mündlich und schriftlich, sowohl intern wie auch extern wird eine geschlechtergerechte Sprache verwendet. In Übereinstimmung mit Verfassung und Gesetz wird insbesondere für gleiche oder gleichwertige Arbeit der gleiche Lohn bezahlt.

Artikel 9

Arbeitssicherheit / Gesundheitsschutz

Keine über das gesetzliche Minimum hinausgehenden Bestimmungen

Lehrlinge / Angestellte bis 20 Jahre

GAV Unterstellung:
Die Lernenden sind dem GAV unterstellt.
LernendeLehrlingslohn
1. LehrjahrCHF 670.--
2. LehrjahrCHF 850.--
3. LehrjahrCHF 1'120.--
4. LehrjahrCHF 1'350.--

Ferien:
- Arbeitnehmende vor dem 20. Altersjahr: 28 Tage

Artikel 7, Lohnvereinbarung 2015

Kündigung

Kündigungsfrist

Dauer der AnstellungKündigungsfrist
3 Monate Probezeit7 Tage, jeweils auf den Freitag
1. Dienstjahr1 Monat, jeweils auf Monatsende
2. bis 9. Dienstjahr2 Monate, jeweils auf Monatsende
ab dem 10. Dienstjahr3 Monate, jeweils auf Monatsende

Die Lehrjahre werden, falls sie beim aktuellen Arbeitgeber geleistet worden sind, angerechnet. Die Auflösung des Arbeitsverhältnisses erfolgt bei Krankheit oder Unfall gemäss OR.

Artikel 11

Kündigungsschutz

Wegen gewerkschaftlicher Tätigkeit dürfen den Arbeitnehmenden keine Nachteile erwachsen. Insbesondere wird den Vertrauensleuten ein erhöhter Kündiungsschutz eingeräumt.

Artikel 15

Sozialpartnerschaft

Vertragspartner

Arbeitnehmervertretung

Gewerkschaft Unia

Arbeitgebervertretung

Verband Bernischer Glasermeister

paritätische Organe

Vollzugsorgane

Die Vertragsparteien setzen sich gemeinsam für die Einhaltung der vertraglichen Bestimmungen ein. Die Parteien bezeichnen eine Berufskommission.

Berufskommission:
- mindestens je zwei VertreterInnen,
- amtet während der gesamten Dauer des GAV
- zuständig: Streitigkeiten aus Vertragsangelegenheiten

Artikel 12

Fonds

Keine über das gesetzliche Minimum hinausgehenden Bestimmungen

Mitwirkung

Freistellung für Verbandstätigkeit

Der 1. Mai gehört nicht zu den bezahlten 9 Feiertagen, doch es besteht ein Anspruch an diesem Tag frei zu nehmen, einen Ferientag einzusetzen und sich an den gewerkschaftlichen Aktivitäten zu beteiligen.

Artikel 7

Mitwirkungsbestimmungen (Betriebskommissionen, Jugendkommissionen, usw.)

Keine über das gesetzliche Minimum hinausgehenden Bestimmungen

Schutzbestimmungen von Gewerkschaftsdelegierten und von Mitgliedern der Personal- / Betriebskommissionen

Wegen gewerkschaftlicher Tätigkeit dürfen den Arbeitnehmenden keine Nachteile erwachsen. Insbesondere wird den Vertrauensleuten ein erhöhter Kündiungsschutz eingeräumt.

Artikel 15

Soz. Massnahmen / Sozialpläne / Massenentlassungen / Erhaltung v. Arbeitsplätzen

Keine über das gesetzliche Minimum hinausgehenden Bestimmungen

Konfliktregelungen

Schlichtungsverfahren

StufeInstanz
1. InstanzBerufskommission
2. InstanzEinigungsamt

Artikel 12

Friedenspflicht

Die Vertragsparteien verpflichten sich während der Vertragsdauer zur Friedenspflicht

Artikel 12

Kaution

Keine über das gesetzliche Minimum hinausgehenden Bestimmungen

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» GAV für das bernische Glasergewerbe 2016 (708 KB, PDF)
» Lohnvereinbarung 2016 bernisches Glasergewerbe (326 KB, PDF)

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