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Unia Vertrag GAV für das Schreinergewerbe Deutschschweiz und Tessin

Version des GAV

Gesamtarbeitsvertrag: 01.01.2014 - 31.03.2017
Allgemeinverbindlicherklärung: 01.12.2014 - 31.03.2017

Kriterienauswahl (51 von 51)

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GAV-Übersicht

Stammdaten

GAV-Typ

Überregional

Branche

Schreinergewerbe

Verantwortliche/r für den GAV

Giuseppe Reo / Kaspar Bütikofer

Anzahl unterstellter ArbeitnehmerInnen

16'300 (davon 3% Frauen; 2014 und 2012), 16'073 (davon ca. 500 Frauen; 2010), 15'357 (davon ca. 500 Frauen; 2009), 14'300 (davon ca. 700 Frauen; 2007)

Anzahl unterstellter Betriebe

2'545 (2016), 2'900 (2014), 3'000 (2007)

Geltungsbereiche

örtlicher Geltungsbereich

Gilt für die Kantone ZH, BE (ausgenommen die Amtsbezirke Courtelary, Moutier und La Neuveville), LU, UR, SZ, OW, NW, GL, ZG, SO, BS, BL, SH, AR, AI, SG, GR, AG, TG, TI

Artikel 1

betrieblicher Geltungsbereich

Gilt für alle Betriebe, Betriebsteile und Montagegruppen, die Schreinererzeugnisse oder Erzeugnisse verwandter Berufszweige herstellen, montieren oder reparieren.

Als Betriebe, die Schreinerarbeiten oder Arbeiten verwandter Berufszweige ausführen, gelten Bau- und Möbelschreinereien, Innenausbaubetriebe, Laden- und Laborbaubetriebe, Fensterhersteller (Holz, Holz-Metall und Kunststoff), Möbelfabriken, Küchenmöbelfabriken, Messestandbauer, Saunabau-Betriebe, Betriebe der Holzoberflächenbehandlung, Betriebe, die Wand-, Deckenverkleidungen und Isolationen ausführen, Betriebe, die Schreinerarbeiten nur montieren (Montageunternehmungen), Wagnereien, Holzgeräte- und Skihersteller, Glasereien, Holzbeizereien, Antikschreinereien.

Artikel 2

persönlicher Geltungsbereich

Gilt für alle Arbeitnehmenden in den oben genannten Betrieben, namentlich auch für Arbeitsvorbereiter, Sachbearbeiter Planung, Kalkulatoren, CAD-Planer und Schreiner-Techniker. Nicht unterstellt sind: - Die in geschäftsleitender Funktion tätigen dipl. Schreinermeister, Betriebsleiter, Werkmeister und Schreiner-Techniker - Weitere Mitarbeitende, die aufgrund ihrer Stellung und Verantwortung über weitreichende Entscheidungsbefugnisse über den Betrieb verfügen - Kaufmännisches und Verkaufspersonal - Auszubildende.

Artikel 3

allgemeinverbindlich erklärter örtlicher Geltungsbereich

1 Die Allgemeinverbindlicherklärung gilt für die Kantone Zürich, Bern (ausgenommen die Bezirke Courtelary, Moutier, La Neuveville), Luzern, Uri, Schwyz, Obwalden, Nidwalden, Glarus, Zug, Solothurn, Basel-Stadt, Schaffhausen, Appenzell A. Rh., Appenzell I. Rh., St. Gallen, Graubünden, Aargau, Thurgau und Tessin. Ab dem 1. Januar 2007 gilt die Allgemeinverbindlicherklärung auch für den Kanton Baselland.

Artikel 2: Allgemeinverbindlicherklärung

allgemeinverbindlich erklärter betrieblicher Geltungsbereich

2 Die allgemeinverbindlich erklärten Bestimmungen gelten für Betriebe (Arbeitgeber), Betriebsteile und Montagegruppen, die Schreinererzeugnisse oder Erzeugnisse verwandter Berufszweige herstellen, montieren oder reparieren.
Als Betriebe, die Schreinerarbeiten oder Arbeiten verwandter Berufszweige ausführen, gelten Bau- und Möbelschreinereien, Innenausbaubetriebe, Laden- und Laborbaubetriebe, Fensterhersteller (Holz, Holz-Metall und Kunststoff), Möbelfabriken, Küchenmöbelfabriken, Messestandbauer, Saunabau-Betriebe, Betriebe der Holzoberflächenbehandlung, Betriebe, die Wand-, Deckenverkleidungen und Isolationen ausführen, Betriebe, die Schreinerarbeiten nur montieren (Montageunternehmungen), Wagnereien, Holzgeräte- und Skihersteller, Glasereien, Holzbeizereien, Antikschreinereien.

4 Die allgemeinverbindlich erklärten Bestimmungen des GAV über die Arbeits- und Lohnbedingungen im Sinne von Artikel 2 Absatz 1 des Bundesgesetzes über die in die Schweiz entsandten Arbeitnehmende (EntsG, SR 823.20) sowie Artikel 1 und 2 der dazugehörigen Verordnung (EntsV, SR 823.201) gelten auch für Arbeitgeber mit Sitz in der Schweiz, aber ausserhalb des räumlichen Geltungsbereichs nach Artikel 1 Absatz 1 GAV, sowie ihren Arbeitnehmende, sofern sie in diesem Geltungsbereich Arbeiten ausführen. Bezüglich der Kontrolle über die Einhaltung dieser GAV-Bestimmungen sind die paritätischen Kommissionen des GAV zuständig.

Artikel 2: Allgemeinverbindlicherklärung

allgemeinverbindlich erklärter persönlicher Geltungsbereich

3 Die allgemeinverbindlich erklärten Bestimmungen des Gesamtarbeitsvertrages gelten für die in den Betrieben oder Betriebsteilen nach Ziffer 2 beschäftigten Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer. Sie gelten namentlich auch für Arbeitsvorbereiter, Sachbearbeiter Planung, Kalkulatoren, CAD-Planer und Schreiner-Techniker.
Ausgenommen sind:
a) Die in geschäftsleitender Funktion tätigen diplomierten Schreinermeister, Betriebsleiter, Werkmeister und Schreiner-Techniker, sowie weitere Mitarbeitende, die aufgrund ihrer Stellung und Verantwortung über weitreichende Entscheidungsbefugnisse über den Betrieb verfügen oder auf Entscheide massgeblich Einfluss nehmen können;
b) das kaufmännische und das Verkaufspersonal;
c) die Lernenden im Sinne des Berufsbildungsgesetzes.

4 Die allgemeinverbindlich erklärten Bestimmungen des GAV über die Arbeits- und Lohnbedingungen im Sinne von Artikel 2 Absatz 1 des Bundesgesetzes über die in die Schweiz entsandten Arbeitnehmende (EntsG, SR 823.20) sowie Artikel 1 und 2 der dazugehörigen Verordnung (EntsV, SR 823.201) gelten auch für Arbeitgeber mit Sitz in der Schweiz, aber ausserhalb des räumlichen Geltungsbereichs nach Artikel 1 Absatz 1 GAV, sowie ihren Arbeitnehmende, sofern sie in diesem Geltungsbereich Arbeiten ausführen. Bezüglich der Kontrolle über die Einhaltung dieser GAV-Bestimmungen sind die paritätischen Kommissionen des GAV zuständig.

Artikel 2: Allgemeinverbindlicherklärung

Vertragsdauer

automatische Vertragsverlängerung / Verlängerungsklausel

Wird der Vertrag nicht drei Monate vor Ablauf (31.12.2015) schriftlich gekündigt, so gilt er jeweils für ein weiteres Jahr.

Artikel 61.3

Auskünfte

Auskünfte / Bezugsadresse / paritätische Kommission

Zentrale Paritätische Berufskommission Schreinergewerbe
Gladbachstrasse 80
Postfach 281
8044 Zürich
044 267 81 90
info@zpk-schreinergewerbe.ch
www.zpk-schreinergewerbe.ch

Unia:
Theres Benz
044 295 15 28
theres.benz@unia.ch

Arbeitsbedingungen

Lohn und Lohnbestandteile

Löhne / Mindestlöhne

Mindestlöhne ab 2012 (ab 1.6.2012 allgemeinverbindlich erklärt):
MitarbeiterkategorieMonatslohnStundenlohn
BerufsarbeiterIn:
- 1. Erfahrungsjahr, bzw. 20. AltersjahrCHF 4'018.--CHF 22.30
- 2. Erfahrungsjahr, bzw. 21. AltersjahrCHF 4'214.--CHF 23.35
- 3. Erfahrungsjahr, bzw. 22. AltersjahrCHF 4'410.--CHF 24.45
- 4. Erfahrungsjahr, bzw. 23. AltersjahrCHF 4'655.--CHF 25.80
- ab 24. AltersjahrCHF 4'900.--CHF 27.20
FachmonteurIn:
- 1. Erfahrungsjahr, bzw. 20. AltersjahrCHF 4'264.--CHF 23.65
- 2. Erfahrungsjahr, bzw. 21. AltersjahrCHF 4'472.--CHF 24.80
- 3. Erfahrungsjahr, bzw. 22. AltersjahrCHF 4'680.--CHF 25.95
- 4. Erfahrungsjahr, bzw. 23. AltersjahrCHF 4'940.--CHF 27.40
- ab 24. AltersjahrCHF 5'200.--CHF 28.85
MonteurIn:
- 1. Erfahrungsjahr, bzw. 20. AltersjahrCHF 4'141.--CHF 22.95
- 2. Erfahrungsjahr, bzw. 21. AltersjahrCHF 4'343.--CHF 24.10
- 3. Erfahrungsjahr, bzw. 22. AltersjahrCHF 4'545.--CHF 25.20
- 4. Erfahrungsjahr, bzw. 23. AltersjahrCHF 4'798.--CHF 26.60
- ab 24. AltersjahrCHF 5'050.--CHF 28.--
Schreinerpraktiker, Angelernte/r mit Weiterbildung:
- 18. AltersjahrCHF 3'579.--CHF 19.85
- 19. AltersjahrCHF 3'579.--CHF 19.85
- 20. AltersjahrCHF 3'579.--CHF 19.85
- 21. AltersjahrCHF 3'706.--CHF 20.55
- 22. AltersjahrCHF 3'874.--CHF 21.50
- 23. AltersjahrCHF 4'043.--CHF 22.40
- ab 24. AltersjahrCHF 4'211.--CHF 23.35
SachbearbeiterIn Planung:
- ab 24. AltersjahrCHF 5'300.--CHF 29.40
HilfsmonteurIn:
- 18. AltersjahrCHF 3'560.--CHF 19.75
- 19. AltersjahrCHF 3'560.--CHF 19.75
- 20. AltersjahrCHF 3'560.--CHF 19.75
- 21. AltersjahrCHF 3'783.--CHF 21.--
- 22. AltersjahrCHF 4'005.--CHF 22.20
- 23. AltersjahrCHF 4'228.--CHF 23.45
- ab 24. AltersjahrCHF 4'450.--CHF 24.70
Hilfskräfte:
- 18. AltersjahrCHF 3'501.--CHF 19.40
- 19. AltersjahrCHF 3'501.--CHF 19.40
- 20. AltersjahrCHF 3'501.--CHF 19.40
- 21. AltersjahrCHF 3'577.--CHF 19.85
- 22. AltersjahrCHF 3'653.--CHF 20.25
- 23. AltersjahrCHF 3'729.--CHF 20.70
- ab 24. AltersjahrCHF 3'805.--CHF 21.10

Artikel 17 und Anhang I

Lohnkategorien

Berufsarbeiter:
- Als solche gelten alle dem GAV unterstellten Arbeitnehmenden mit abgeschlossener Berufslehre, die den erlernten Beruf ausüben.
- Bei Lehrabschluss nach vollendetem 24. Altersjahr wird der Anfangslohn in Absprache mit der Zentralen Paritätischen Berufskommission festgelegt.

Sachbearbeiter Planung und mittleres Kader:
- Sachbearbeiter Planung sind Mitarbeiter, die mehr als 50% ihrer Arbeitszeit in der Arbeitsvorbereitung tätig sind.
- Mit Mitarbeitern des mittleren Kaders, namentlich Projektleiter, Kalkulatoren, Werkstattleiter und Montageleiter, die mehr als 20 % über diesem Mindestlohn verdienen, können im Einzelarbeitsvertrag die Arbeitszeiten so flexibilisiert werden, dass 10 % Mehrstunden nicht kompensiert, ausbezahlt oder mit Zuschlägen belegt werden können.

Schreinerpraktiker EBA und Angelernte mit Weiterbildung

Hilfskräfte:
- Hilfskräfte sind Arbeitnehmende für Hilfsdienstfunktionen ohne besondere Berufskenntnisse.

Fachmonteur:
- Berufsarbeiter, die ständig auf dem Bau sind und über das Diplom «Monteur/in VSSM» oder «Monteur/in Fensterbau FFF-VSSM» verfügen.

Monteur:
- Berufsarbeiter, die ständig auf dem Bau tätig sind.

Hilfsmonteur:
- An- und ungelernte Arbeitnehmende, die ständig auf dem Bau tätig sind und auch Montagearbeiten verrichten.

Artikel 17

Lohnerhöhung

2014 (per 1.12.2014 allgemeinverbindlich erklärt):
Generelle Lohnerhöhung um CHF 50.--/Monat, bzw. CHF -.30/Stunde
Die mit Gültigkeit für das Jahr 2013 vom Arbeitgeber bereits gewährten, individuellen Lohnerhöhungen können von der genannten, generellen Lohnerhöhung in Abzug gebracht werden; Anspruch steht nur denjenigen Arbeitnehmenden zu, deren Arbeitsverhältnis vor dem 1.7.2013 begonnen hat.

Lohnvereinbarung 2014

Jahresendzulage / 13. Monatslohn / Gratifikation / Dienstaltersgeschenke

Der Arbeitgeber hat dem Arbeitnehmenden im Dezember zusätzlich einen vollen Monatslohn auszurichten.

Artikel 18

Kinderzulagen

Gemäss den kantonalen gesetzlichen Bestimmungen und den Reglementen der zuständigen Ausgleichskasse.

Artikel 19

Lohnzuschläge

Überstunden / Überzeit

Als Überstunden gelten die in Überschreitung von 45 Wochenstunden (ohne Berücksichtigung allfälliger Vorholzeit) geleistete Mehrarbeit sowie diejenigen Mehrstunden des Jahrsarbeitsaldos, die im individuellen Arbeitszeitkonto (Art. 10) ausgewiesen sind.
Werden Überstunden nicht durch Freitzeit ausgeglichen, so hat der Arbeitgeber Überstundenarbeit mit dem Normallohn samt einem Zuschlag von 25% zu entschädigen.
Auf das Arbeitszeitkonto der folgenden 12-Monats-Periode dürfen höchstens 65 Mehr- oder Minderstunden übertragen werden. Die zusätzlichen Minderstunden verfallen und sind nicht nachzuholen.

Artikel 10 und 13

Nachtarbeit / Wochenendarbeit / Abendarbeit

Abendarbeit (20h00-23h00): Lohnzuschlag von 25%
Nacht- (23h00-06h00) und Sonntagsarbeit: Lohnzuschlag von 100%

Artikel 14

Schichtarbeit / Pikettdienst

SchichtarbeitLohnzuschlag
2-Schichtsystem10% des Grundlohns
3-Schichtsystem15% des Grundlohns

Bemerkungen:
13. Monatslohn auf Grundlohn und Schichtpauschale. Die Schichtpauschale ist auch während den Ferien und Feiertagen geschuldet.
Bei 3-Schichtsystemen sind die Bestimmungen des Arbeitsgesetzes einzuhalten.

Jede Einführung oder Änderung von Schichtbetriebssystemen ist der ZPK vor Einführung/Abänderung des Schichtbetriebs anzuzeigen.

Artikel 9

Spesenentschädigung

SpesenartEntschädigung
MorgenessenCHF 10.--
Mittag- und Nachtessenje CHF 18.--
ÜbernachtungCHF 75.--
TagespauschaleCHF 121.--
An teureren OrtenIndividuelle Vereinbarung
Benützung Privatautomind. CHF -.65/km
Benützung Motorradmind. CHF -.30/km
Benützung Mofamind. CHF -.20/km

Bemerkungen:
Als auswärtiger Einsatzort gilt jeder Ort, der mehr als 10 Autofahrtminuten vom Arbeits- und Wohnort entfernt ist und somit für Hin- und Rückkehr nicht mehr als 20 benötigt werden.

Artikel 29 und 30

weitere Zuschläge

Keine über das gesetzliche Minimum hinausgehenden Bestimmungen

Arbeitszeit und freie Tage

Arbeitszeit

Jahresarbeitszeit: 2'164h (jahresdurchschnittlich monatlich 180.33h, jahresdurchschnittlich wöchentlich 41.5 Stunden)

Artikel 7

Ferien

AlterskategorieAnzahl Ferientage
Bis zum vollendeten 20. Altersjahr28 Ferientage
21.- vollendetes 50. Altersjahr23 Ferientage
51.-65. Altersjahr28 Ferientage

Für die Bemessung des Alters ist das Kalenderjahr massgebend.

Artikel 32

bezahlte arbeitsfreie Tage (Absenzen)

Anlassbezahlte Tage
Heirat1 Tag
Geburt eines Kindes3 Tage
Tod des Ehepartners, eines Kindes des Arbeitnehmenden, der Eltern3 Tage
Tod von Geschwistern2 Tage
Tod der Grosseltern1 Tag
Tod von Schwiegereltern, Schwiegersohn, Schwiegertochter1 Tag
Heirat eines Kindes zur Teilnahme an der Trauung1 Tag pro Jahr
Umzug1 Tag pro Jahr
Pflege eigener Kinder, wenn es nicht anders zu organisieren ist3 Tage

Artikel 27

bezahlte Feiertage

Der Arbeitnehmende hat Anspruch auf Vergütung des Lohnausfalles an den im Anhang II aufgeführten höchstens neun Feiertagen (einschliesslich des eidgen. Bundesfeiertages am 1. August), wenn diese auf einen Arbeitstag fallen. Feiertage können weder kompensiert noch wegen Krankheit oder Unfall nachbezogen werden ausser jene, die in die Ferien fallen. An den überzähligen kantonalen Feiertagen besteht kein Anspruch auf Vergütung des Lohnausfalles weder für die im Stundenlohn noch jene im Monatslohn beschäftigten Arbeitnehmenden.

Arbeitnehmenden im Stundenlohn, welche temporär oder befristet weniger als drei Monate angestellt sind, werden die Feiertage mit einer Pauschalen von 3.58% auf den Grundlohn vergütet.

Artikel 37

Bildungsurlaub

2 bezahlte Arbeitstage pro Jahr

Artikel 28; GAV für das Schreinereigewerbe 'Weiterbildung und Gesundheitsschutz': Artikel 4

Lohnausfallentschädigungen

Krankheit / Unfall

Krankheit:
80% des Lohns während 720 Tagen innerhalb von 900 aufeinanderfolgenden Tagen; 1 unbezahlter Karenztag.
Krankentaggeldversicherung, Prämienanteil des/der Arbeitnehmenden: Hälfte der Prämie, jedoch max. 1.5% des Lohnes

Unfall:
Unfallversicherung bei der SUVA. Der Arbeitgeber übernimmt die Lohnzahlung von 80% für den Unfalltag und die 2 darauf folgenden Tage, die von der SUVA nicht versichert werden.
Nichtbetriebsunfall-Versicherung: Der/Die Arbeitnehmende trägt die Prämien.

Artikel 24 und 25

Mutterschafts- / Vaterschafts- / Elternurlaub

Bei Geburt eines Kindes: 3 Tage

Artikel 27

Militär- / Zivil- / Zivilschutzdienst

Dienstartin % des Lohnes
Dienste bis zu 4 Wochen:
- Ledige ohne Unterstützungspflicht80% des Lohnes
- Verheiratete oder Ledige mit Unterstützungspflicht100% des Lohnes
Rekruten und Kaderschule, Abverdienen; Rekrutierungstage:
- Ledige ohne Unterstützungspflicht50% des Lohnes
- Verheiratete oder Ledige mit Unterstützungspflicht80% des Lohnes

Artikel 26

Pensionsregelungen / Frühpensionierung

Keine über das gesetzliche Minimum hinausgehenden Bestimmungen

Beiträge

Paritätische Fonds / Vollzugsbeiträge / Weiterbildungsbeiträge

Vollzugsbeitrag GAV für das SCHREINERGEWERBE:
- Arbeitgeber: Grundbeitrag von CHF 240.--/Jahr plus CHF 5.--/Monat pro Arbeitnehmenden
- Arbeitnehmenden: für Berufsarbeiter, Sachbearbeiter Planung, mittleres Kader, Schreinerpraktiker EBA, Angelernte mit Weiterbildung und Monteure: CHF 10.--/Monat, bzw. CHF 10.--/Monat für Hilfsmonteure und Hilfskräfte.
- Für nicht ständig im räumlichen Geltungsbereich tätige Betriebe beträgt der Grundbetrag CHF 20.-- pro Monat.

Ist auch der GAV WEITERBILDUNG und GESUNDHEITSSCHUTZ allgemein verbindlich erklärt, so beträgt der Beitrag für BEIDE GAV INSGESAMT:
- Arbeitgeber: Grundbeitrag von CHF 240.--/Jahr plus CHF 10.--/Monat pro Mitarbeiter
- Arbeitnehmende: für Berufsarbeiter, Sachbearbeiter Planung, mittleres Kader, Schreinerpraktiker EBA, Angelernte mit Weiterbildung und Monteure: CHF 24.--/Monat, bzw. CHF 19.--/Monat für Hilfsmonteure und Hilfskräfte.
- Für nicht ständig im räumlichen Geltungsbereich tätige Betriebe beträgt der Grundbetrag CHF 20.-- pro Monat.

Artikel 48; GAV für das Schreinereigewerbe 'Weiterbildung und Gesundheitsschutz': Artikel 11

Arbeits- / Diskriminierungsschutz

Anti-Diskriminierungsbestimmungen

Keine über das gesetzliche Minimum hinausgehenden Bestimmungen

Gleichstellung allg. / Lohngleichheit / Vereinbarkeit Beruf und Familie / Sexuelle Belästigung

Keine über das gesetzliche Minimum hinausgehenden Bestimmungen

Arbeitssicherheit / Gesundheitsschutz

Es besteht zusätzlich ein AVE-erklärter Weiterbildungs- und Gesundheitsschutz-GAV für das Schreinergewerbe:

Jeder diesem GAV unterstehende Betrieb muss einen Sicherheitsbeauftragten mit entsprechender Schulung haben.

«Kommission für Sicherheit und Gesundheit im Schreinergewerbe» (KSGS) setzt sich mit Fragen des Schutzes der Gesundheit und der Verhütung von Unfällen am Arbeitsplatz auseinander und Lösungen definiert und ausarbeitet (namentlich Fragen der Staub-, Spritz- und Lärmimmissionen). Sicherheitskonzept über die Arbeitssicherheit und den Gesundheitsschutz im Schreinergewerbe «SIKO 2000» ist auf alle Betriebe anwendbar. Mit Hilfe der «SIKO 2000»-Gefahrenlisten, Auditchecklisten, Massnahmenlisten und dem SIKO-Handbuch hat jeder Arbeitgeber die bestehenden Gefahren systematisch zu erfassen, nach Risikosstufen zu werten und anschliessend die zur Beseitigung oder Verringerung dieser Gefahren notwendigen Massnahmen selbständig zu treffen. Höhe der Beiträge (vgl. Vollzugskosten).

GAV für das Schreinereigewerbe 'Weiterbildung und Gesundheitsschutz': Artikel 5, 6 und 7

Lehrlinge / Angestellte bis 20 Jahre

Unterstellung GAV:
Lehrlinge sind dem GAV nicht unterstellt.

Löhne:
Richtsätze für die Lehrlingsentschädigung (Beschluss VSSM-Zentralausschuss vom 1.4.2008; pro Monat; Lehrverträge mit Lehrbeginn ab 1.7.2009)
LehrlingskategorieMonatslohn
SchreinerIn EFZ:
- 1. LehrjahrCHF 560.--
- 2. LehrjahrCHF 850.--
- 3. LehrjahrCHF 1'050.--
- 4. LehrjahrCHF 1'350.--
SchreinerpraktikerIn:
- 1. LehrjahrCHF 500.--
- 2. LehrjahrCHF 700.--

Ferien (gemäss Gesetz):
- Angestellte bis 20 Jahren von Gesetzes wegen: 5 Wochen
- Jugendurlaub (unter 30 Jahre, für freiwillige Jugendarbeit): 5 zusätzliche Ferientage (ohne Lohnanspruch)

Artikel 3; Merkblatt Lehrverhältnis; OR 329a+e

Kündigung

Kündigungsfrist

Anzahl DienstjahreKündigungsfrist
Während der Probezeit (3 Monate)7 Tage
Im 1. Dienstjahr1 Monat
Im 2. bis und mit dem 5. Dienstjahr2 Monate
Ab 6. Dienstjahr3 Monate

Artikel 38 und 39

Kündigungsschutz

Bei gänzlicher Arbeitsunfähigkeit infolge Krankheit oder Unfall darf beim überjährigen Arbeitsverhältnis frühestens auf den Termin gekündigt werden, in welchem der Anspruch auf das Kranken- oder Unfallversicherungsgeld erlischt oder Anspruch auf eine mindestens halbe IV-Rente besteht.

Die Kündigung des Arbeitsverhältnisses durch den Arbeitgeber ist missbräuchlich, wenn sie ausgesprochen wird, weil der Arbeitnehmende einem Arbeitnehmerverband angehört oder weil er eine gewerkschaftliche Tätigkeit rechtmässig ausübt.

Artikel 40 und 43.1

Sozialpartnerschaft

Vertragspartner

Arbeitnehmervertretung

Gewerkschaft Unia
Gewerkschaft Syna

Arbeitgebervertretung

Verband Schweizerischer Schreinermeister und Möbelfabrikanten (VSSM)

paritätische Organe

Vollzugsorgane

Der Zentralen Paritätischen Berufskommission (ZPK) obliegen insbesondere folgende Aufgaben:
a) Durchführung von Kontrollen über die Einhaltung des Gesamtarbeitsvertrages in den Betrieben und auf den Baustellen sowie Auferlegung der Kontroll- und Verfahrenskosten, wenn jene Kontrolle ergibt, dass der Arbeitgeber GAV-Normen verletzt hat;
b) Entscheid über die Unterstellung von Betrieben unter diesen Gesamtarbeitsvertrag;
c) Aufsicht über die Regionalen Paritätischen Berufskommissionen sowie Genehmigung von deren Geschäftsreglementen;
d) Aufsicht über die Geschäftstätigkeit der „Kommission für Sicherheit und Gesundheit im Schreinergewerbe“;
e) Erlass eines Reglementes über das Inkasso der Vollzugskosten- und Weiterbildungsbeiträge;
f) Erlass eines Reglementes über die Ausrichtung von Weiterbildungsbeiträgen;
g) Inkasso des Vollzugskosten- und Weiterbildungsbeitrages;
h) Verwaltung und Verfügung über Vollzugskostenbeiträge sowie Beschlussfassung über die Ausrichtung von Weiterbildungsbeiträgen;
i) Ausfällung und Inkasso von Konventionalstrafen, sowie deren allfällige zivilprozessuale Durchsetzung;
j) Entscheidung über Beschwerden gegen Beschlüsse der Regionalen Paritätischen
Berufskommissionen; vorbehalten sind die Beschlüsse der Paritätischen Berufskommission des Kantons Baselland.

Den Regionalen Paritätischen Berufskommissionen (RPK), die der ZPK unterstellt sind, obliegen im Auftrage und namens der ZPK die folgenden Aufgaben:
a) Durchführung von Kontrollen über die Einhaltung des Gesamtarbeitsvertrages in den Betrieben und auf den Baustellen sowie Auferlegung der Kontroll- und Verfahrenskosten, wenn jene Kontrolle ergibt, dass der Arbeitgeber GAV-Normen
verletzt hat;
b) Ausfällung und Inkasso von Konventionalstrafen, vorbehalten bleiben die Einforderung auf dem Rechtsweg durch die ZPK;
c) Vermittlungen bei Meinungsverschiedenheiten zwischen Arbeitgebern und Arbeitnehmenden;
d) Ausführung von Weisungen der Zentralen Paritätischen Berufskommission.

Artikel 57.3 und 57.5

Fonds

ja

Mitwirkung

Freistellung für Verbandstätigkeit

Keine über das gesetzliche Minimum hinausgehenden Bestimmungen

Mitwirkungsbestimmungen (Betriebskommissionen, Jugendkommissionen, usw.)

Arbeitnehmende, die in einer Betriebskommission oder als Stiftungsrat in einer betrieblichen Pensionskasse tätig sind, haben zur Ausübung ihres Amtes das Recht, eine Ausbildung zu absolvieren. Für diese Bildung haben sie Anspruch auf Freistellung bis zu zwei Tagen pro Jahr.

Zu beachten ist in jedem Falle das «Bundesgesetz über die Information und Mitsprache der Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer in den Betrieben» (Mitwirkungsgesetz)
vom 17. Dezember 1993.

Artikel 15

Schutzbestimmungen von Gewerkschaftsdelegierten und von Mitgliedern der Personal- / Betriebskommissionen

Die Kündigung des Arbeitsverhältnisses durch den Arbeitgeber ist missbräuchlich, wenn sie ausgesprochen wird, weil der Arbeitnehmende einem Arbeitnehmerverband angehört oder weil er eine gewerkschaftliche Tätigkeit rechtmässig ausübt.

Artikel 43.1

Soz. Massnahmen / Sozialpläne / Massenentlassungen / Erhaltung v. Arbeitsplätzen

Keine über das gesetzliche Minimum hinausgehenden Bestimmungen

Konfliktregelungen

Schlichtungsverfahren

Zwischen den Vertragsparteien:
StufeZuständiges Organ
1. StufeZentrale Paritätische Berufskommission
2. Stufe

Schiedsgericht


Zwischen Sektionen/Regionen der Vertragsparteien und innerhalb des Betriebs:
StufeZuständiges Organ
1. StufeRegionale Paritätische Berufskommission
2. StufeZentrale Paritätische Berufskommission
3. Stufe

Schiedsgericht


Artikel 57, 58 und 59

Friedenspflicht

Arbeitgeber und Arbeitnehmende sind verpflichtet, den absoluten Arbeitsfrieden zu bewahren. Als Störung des Arbeitsfriedens gelten namentlich kollektive Arbeitsniederlegungen, kollektive Kündigungen, Sperren, schwarze Listen, Boykott und ähnliche Massregelungen.

Artikel 50

Dokumente und Links  nach oben
» Bundesratsbeschluss zur Allgemeinverbindlicherklärung
» Zentrale Paritätische Berufskommission Schreinergewerbe
» GAV für das Schreinergewerbe 2012-2015 (2166 KB, PDF)
» Lohnvereinbarung 2014 Schreinergewerbe (55 KB, PDF)
» CCL per il mestiere del falegname 2012-2015 (2263 KB, PDF)
» Accordo concernenti i salari 2014 falegnami (46 KB, PDF)

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