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Unia Vertrag Vereinbarung in der Maschinen-, Elektro- und Metallindustrie (MEM)

Version des GAV

Gesamtarbeitsvertrag: 01.01.2006 - 30.06.2013
Allgemeinverbindlicherklärung: (keine Angaben)

Kriterienauswahl (51 von 51)

GAV-Übersicht

Stammdaten

GAV-TypBrancheVerantwortliche/r für den GAVAnzahl unterstellter ArbeitnehmerInnenAnzahl unterstellter Betriebe

Geltungsbereiche

Kurzinfo Geltungsbereichörtlicher Geltungsbereichbetrieblicher Geltungsbereichpersönlicher Geltungsbereichallgemeinverbindlich erklärter örtlicher Geltungsbereichallgemeinverbindlich erklärter betrieblicher Geltungsbereichallgemeinverbindlich erklärter persönlicher Geltungsbereich

Vertragsdauer

automatische Vertragsverlängerung / Verlängerungsklausel 

Auskünfte

Auskünfte / Bezugsadresse / paritätische Kommission 
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GAV-Übersicht

Stammdaten

GAV-Typ

Gesamtschweizerisch

Branche

Maschinen-, Elektro- und Metallindustrie (MEM, inkl. Elektronikindustrie und Giessereiindustrie)

Verantwortliche/r für den GAV

Christian Gusset, Corrado Pardini

Anzahl unterstellter ArbeitnehmerInnen

96'000 (ca. 82% Männer, 18% Frauen; 2013); 96'500 (79'000 Männer, 17'500 Frauen; 2010)

Anzahl unterstellter Betriebe

Mitglieder ASM: 555 (2013); 595 (2010)

Geltungsbereiche

örtlicher Geltungsbereich

Gilt für alle Mitgliedfirmen des ASM (Swissmem) in der Schweiz.

Vgl. auch Link 'Suche nach Swissmem-Unternehmen' unter 'Dokumente und Links'

Artikel 1

betrieblicher Geltungsbereich

Gilt für alle Mitgliedfirmen des ASM (Swissmem) in der Schweiz.

Vgl. auch Link 'Suche nach Swissmem-Unternehmen' unter 'Dokumente und Links'

Artikel 1

persönlicher Geltungsbereich

Gilt für alle Arbeitnehmenden, die von den Mitgliedfirmen des ASM (Swissmem) in der Schweiz, ungeachtet ihres Arbeitspensums, befristet oder unbefristet beschäftigt werden.

Grundsätzlich sollen alle Arbeitnehmenden im Sinne des Arbeitsgesetzes, ungeachtet ihrer Stellung und Funktion, der Vereinbarung unterstellt werden, wobei ihre Anwendung auf höhere Angestellte – mit Ausnahme der Bestimmungen über die Mitwirkung – in den Firmen geregelt wird.

Auf Arbeitnehmende in Heimarbeit, Aushilfen bis 3 Monate Anstellungsdauer, Praktikantinnen und Praktikanten sowie auf Arbeitnehmende von Temporärfirmen sollen die Bestimmungen der Vereinbarung sinngemäss angewendet werden; sie unterstehen aber der Vereinbarung nicht.

Für Lernende gelten die Art. 13.1 Abs. 2 und 3, 36 – 39 sowie 48. Die übrigen Bestimmungen sollen sinngemäss angewendet werden; die Lernenden sind der Vereinbarung aber nicht unterstellt.

Artikel 1

Vertragsdauer

automatische Vertragsverlängerung / Verlängerungsklausel

Vereinbarung bis 30. Juni 2013 verlängert.

Artikel 58

Auskünfte

Auskünfte / Bezugsadresse / paritätische Kommission

Sozialpartner der MEM-Industrie
arbeitgeber@swissmem.ch
www.sozialpartner.ch

Unia:
Barbara Bringhen
031 350 23 67
barbara.bringhen@unia.ch

Arbeitsbedingungen

Lohn und Lohnbestandteile

Löhne / Mindestlöhne

Lohn: Individuell zwischen ArbeitgeberIn und ArbeitnehmerIn vereinbart. Anspruch der Arbeitnehmenden auf gleichen Lohn für gleichwertige Arbeit.

Lohndumping: geregeltes Verfahren, das u.a. die Bildung einer gemeinsamen paritätischen Kommission der Vertragsparteien vorsieht.

Artikel 15

Lohnerhöhung

Lohnanpassung:
Verhandlungen zwischen Geschäftsleitung und ArbeitnehmerInnen-Vertretung.

Artikel 15.3

Jahresendzulage / 13. Monatslohn / Gratifikation / Dienstaltersgeschenke

Die Arbeitnehmenden erhalten eine Jahresendzulage in der Höhe eines Monatslohns.

Artikel 16.1

Kinderzulagen

Soweit die kantonalen Bestimmungen keine höheren Beträge vorschreiben, beträgt die monatliche Kinderzulage CHF 200.--.

Artikel 17.2

Lohnzuschläge

Überstunden / Überzeit

Zuschlag von 25% (Geld oder Zeit)
Kaderangehörige: auch andere Abgeltungsformen möglich

Artikel 12.5

Nachtarbeit / Wochenendarbeit / Abendarbeit

Keine über das gesetzliche Minimum hinausgehenden Bestimmungen

Schichtarbeit / Pikettdienst

Grundsätzlich möglich. Wird auf Betriebsebene in einem Reglement geregelt, unter Mitsprache der ArbeitnehmerInnen-Vertretung von Anfang an. Möglichkeit, sich auf eine Arbeitszeit <40h/Woche bzw. <2'080h/Jahr zu verständigen; Arbeitszeitverkürzung auch in Form eines Schichturlaubs möglich.

Artikel 12.4

Spesenentschädigung

Keine über das gesetzliche Minimum hinausgehenden Bestimmungen

Arbeitszeit und freie Tage

Arbeitszeit

Max. 2'080h/Jahr (40h/Woche)
Langzeitkonto möglich.

Artikel 12.1+7

Ferien

AlterskategorieFerientage
Nach zurückgelegtem 20. Altersjahr25 Arbeitstage
Nach zurückgelegtem 40. Altersjahr27 Arbeitstage
Nach zurückgelegtem 50. Altersjahr30 Arbeitstage

Lehrlinge/Jugendliche:
Alter/LehrjahrFerienwochen
1. Lehrjahr bis zum zurückgelegten 17. Altersjahr7 Wochen
2. Lehrjahr ab zurückgelegtem 17. Altersjahr6 Wochen
3. + 4. Lehrjahr ab zurückgelegtem 18.Altersjahr bis und mit Kalenderjahr, in dem das 20. Altersjahr zurückgelegt wird5 Wochen

Artikel 13.1

bezahlte arbeitsfreie Tage (Absenzen)

AnlassBezahlte Tage
Heirat2 Tage
Heirat eines Kindes1 Tag
Geburt eines Kindes1 Tag
Todesfall1-3 Tage
Schulbesuch von von eigenen Kindern durch Alleinerziehende mit elterlicher Obhut0.5 Tage
Rekrutierungbis 3 Tage
Gründung oder Umzug des eigenen Haushalts, sofern nicht mit Arbeitgeberwechsel verbunden1 Tag
Pflege kranker Familienmitgliederbis zu 3 Tage
Öffentliche ÄmterEmpfehlung, diese den Arbeitnehmenden zu erleichtern, soweit es der Betriebsablauf gestattet
Expertentätigkeit innerhalb der Branchebis zu 7 Tage

Artikel 20.1 und 21

bezahlte Feiertage

Die Firmen legen nach Anhören der Arbeitnehmervertretung im Sinne einer dauernden Regelung mindestens 9 Feiertage fest (worunter der 1. August), für welche, wenn sie auf einen Arbeitstag fallen, bei den Arbeitnehmenden im Monatslohn kein Lohnabzug erfolgt.

Artikel 14.1

Bildungsurlaub

Weiterbildungsurlaub: Betrieblich geregelt; jährliche Verhandlungen zwischen Geschäftsleitung und ArbeitnehmerInnen-Vertretung (ANV) über Zahl der Weiterbildungstage und der zur Verfügung gestellten finanziellen Mittel. Im Streitfall entscheidet ein paritätischer Ausschuss, von Geschäftsleitung und ANV bestimmt.
Empfehlung an die Firmen: pro Vollzeitstelle mindestens 3 Tage/Jahr oder die entspr. finanziellen Mittel.
Weiterbildung für ExpertInnen: max. 3 Tage (zusätzlich zu Freistellung von Expertentätigkeit von max. 7 Tagen)
Schulung der ArbeitnehmervertreterInnen: die ArbeitnehmerInnen-Vertretungen erhalten pro Mitglied und Jahr 5 Tage; in besonderen Fällen auf ein anderes Jahr übertragbar oder zusätzliche Tage. Dito ArbeitnehmervertreterInnen in Stiftungsräten betrieblicher Personalvorsorgeeinrichtungen.

Artikel 21.3, 22, 23 und 38.7

Lohnausfallentschädigungen

Krankheit / Unfall

Lohnfortzahlung bei Krankheit und Unfall (Ergänzung der SUVA-Leistungen) bei 100% des Lohnes:

DienstjahrDauer innerhalb 12 Monaten
Im 1. Dienstjahr1 Monat
Ab 2. bis vollendetem 3. Dienstjahr2 Monate
Ab 4. bis vollendetem 9. Dienstjahr3 Monate
Ab 10. bis vollendetem 14. Dienstjahr4 Monate
Ab 15. bis vollendetem 19. Dienstjahr5 Monate
Ab 20. Dienstjahr6 Monate

Krankenttaggeldversicherung:
- 2% Prämienanteil Arbeitgeber
- Abdeckung mind. 80% wähend 720 Tagen innerhalb von 900 aufeinanderfolgenden Tagen.

Artikel 18.1, 18.5, 18.7

Mutterschafts- / Vaterschafts- / Elternurlaub

Mutterschaftsurlaub: Ab 10 Monate Dienstdauer 16 Wochen à 100%
Vaterschafts-/Elternurlaub: Empfehlung an Firmen, im Rahmen der betrieblichen Möglichkeiten auf Wunsch ab dem Zeitpunkt der Geburt einen unbezahlten Vaterschaftsurlaub von max. 4 Wochen bzw. unbezahlten Elternurlaub zu gewähren.

Artikel 18.2 und 26.2

Militär- / Zivil- / Zivilschutzdienst

Militärdienst:
1 Monat bei 100% des Lohnes, danach:
WerEntschädigung
Ledige ohne Unterstützungspflicht:50% des Lohnes
Verheiratete oder Ledige mit Unterstützungspflicht:80% des Lohnes

Rekrutenschule/Durchdiener:
WerEntschädigung
Ledige ohne Unterstützungspflicht:65% des Lohnes
Verheiratete oder Ledige mit Unterstützungspflicht:80% des Lohnes

Artikel 19.1+2

Pensionsregelungen / Frühpensionierung

Empfehlung an Vorsorgeinrichtungen, in Reglementen flexible Pensionierung vorzusehen und Modelle wie Altersteilzeitarbeit zu prüfen.

Artikel 31

Beiträge

Paritätische Fonds / Vollzugsbeiträge / Weiterbildungsbeiträge

Solidaritätsbeitrag: ArbeitnehmerInnen: CHF 5.--/Monat, kann durch Vereinbarung auf max. CHF 7.--/Monat erhöht werden.
Weiterbildungsbeitrag: CHF 2.--/Monat. Arbeitgeber und Arbeitnehmer zahlen je die Hälfte.

Artikel 4.3 und 5.2

Arbeits- / Diskriminierungsschutz

Anti-Diskriminierungsbestimmungen

Die persönliche Integrität der Arbeitnehmenden ist zu schützen. Jede Verletzung der Würde durch Verhalten, Handlungen, Sprache und Bilder ist zu bekämpfen und zu beheben. Geschäftsleitung, Kader und Arbeitnehmervertretung wirken zusammen, um durch offene Kommunikation im Betrieb ein Klima des persönlichen Respekts und Vertrauens zu schaffen, das Missbräuche, Übergriffe, sexuelle Belästigungen und Mobbing verhindern kann. Die Integration von ausländischen Arbeitnehmenden soll, insbesondere durch Förderung ihrer Sprachkompetenz, unterstützt und eine ausländerfeindliche Stimmung verhindert werden.

Artikel 28

Gleichstellung allg. / Lohngleichheit / Vereinbarkeit Beruf und Familie / Sexuelle Belästigung

Die berufliche Entwicklung der Frauen soll in den Firmen gefördert werden. Den Firmen wird empfohlen, die gemeinsamen Hinweise der Vertragsparteien zu beachten und insbesondere:
– den Frauen den Zugang zu den beruflichen Grundbildungen der Maschinen-, Elektro- und Metallindustrie zu erleichtern
- die berufliche Weiterentwicklung der Frauen zu fördern
– die Aufstiegsmöglichkeiten für die Frauen zu erleichtern
– den Wiedereinstieg von Frauen in den angestammten oder in einen neuen Beruf durch entsprechende Arbeitszeitmodelle sowie durch spezielle betriebliche Einrichtungen, z. B. Kinderkrippen, Mittagstische in den Kantinen, Aufenthaltsräume usw., zu erleichtern und zu fördern.

Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer dürfen gemäss Gleichstellungsgesetz aufgrund ihres Geschlechts weder direkt noch indirekt diskriminiert werden. Vermutet die Arbeitnehmervertretung allgemeine Verstösse gegen das Diskriminierungsverbot, so kann sie von der Geschäftsleitung eine Überprüfung des Sachverhalts und eine Aussprache über gegebenenfalls nötige Korrekturmassnahmen verlangen. Fühlt sich eine Arbeitnehmerin / ein Arbeitnehmer individuell diskriminiert, so kann sie / er die Arbeitnehmervertretung zur Abklärung beiziehen. Streitfälle sind auf dem zivilgerichtlichen Weg zu erledigen. Die Vertragsparteien erarbeiten miteinander Hinweise und Empfehlungen für die Betriebe, wie die Frauen in ihrer beruflichen Entwicklung speziell gefördert werden können. Sie bilden dazu eine gemeinsame
Kommission.

Artikel 8.6 und 25

Arbeitssicherheit / Gesundheitsschutz

Arbeitgeber und Arbeitnehmende wirken zusammen, um alle notwendigen Massnahmen zum Schutz der Gesundheit und zur Verhütung von Unfällen und Berufskrankheiten im Betrieb durchzusetzen. Arbeitnehmende bzw. ihre Arbeitnehmervertretungen sind über Fragen der Gesundheitsvorsorge und Probleme und Risiken von neuen Produkten und Verfahren, die sie betreffen, zu informieren und anzuhören. Bei der Gestaltung der Arbeitsumgebung sind die Anforderungen des Gesundheitsschutzes und der Arbeitssicherheit
besonders zu beachten.

Artikel 27

Lehrlinge / Angestellte bis 20 Jahre

Für Lernende gelten die Art. 13.1 Abs. 2 und 3 (Ferien), 36 – 39 (Mitwirkung) sowie 48 (Berufsbildung). Die übrigen Bestimmungen sollen sinngemäss angewendet werden; die Lernenden sind der Vereinbarung aber nicht unterstellt.

Ferien:
AlterskategorieFerienwochen
1. Lehrjahr bis zum zurückgelegten 17. Altersjahr7 Wochen
2. Lehrjahr ab zurückgelegtem 17. Altersjahr6 Wochen
3.+4. Lehrjahr ab zurückgelegtem 18.Altersjahr bis und mit Kalenderjahr, in dem das 20. Altersjahr zurückgelegt wird5 Wochen

Die Firmen können ferienähnliche Veranstaltungen wie Lager für Lernende, Jugendurlaub usw. an die 6. und 7. Ferienwoche für Lernende und Jugendliche anrechnen.

Artikel 1.4 und 13.2+3

Kündigung

Kündigungsfrist

Kündigt ein Arbeitnehmer (eine Arbeitnehmerin) nach bezogenen Ferien, kann der Arbeitgeber den auf die zu viel bezogenen Ferien entfallenden Lohn zurückverlangen.
Bei Kündigung während fortdauernder Kurzarbeit wird der Firmenbeitrag entrichtet, sobald die Leistungen der Arbeitslosenversicherung wegfallen.
Mitgliedern von Arbeitnehmervertretungen und Stiftungsräten betrieblicher Personalvorsorgeeinrichtungen darf wegen ihrer ordnungsgemässen Tätigkeit als ArbeitnehmervertreterInnen nicht gekündigt werden.

Artikel 13.2, 33.1 und 38.5

Kündigungsschutz

Keine über das gesetzliche Minimum hinausgehenden Bestimmungen

Sozialpartnerschaft

Vertragspartner

Arbeitnehmervertretung

Gewerkschaft Unia
Gewerkschaft Syna
Schweizerische Kader-Organisation
KV Schweiz
Angestellte Schweiz

Arbeitgebervertretung

Arbeitgeberverband der Schweizer Maschinenindustrie Swissmem (ASM)

paritätische Organe

Vollzugsorgane

Grundsatz:
Die Vertragsparteien können von Fall zu Fall oder auf Dauer gemeinsame Kommissionen bilden.

Bestehende Organe:
- Paritätische Kommission zur Bekämpfung von Lohndumping
- Paritätische Kommission für Aus- und Weiterbildung
- Paritätische Kommission Gleichstellung und Gleichbehandlung von Frauen und Männern sowie Migration
- Paritätische Prüfungsorganisationen

Artikel 8.2, 15.5, 50 und 53

Mitwirkung

Freistellung für Verbandstätigkeit

Die Arbeitnehmenden haben Recht auf bezahlte Freistellung für Verbandstätigkeiten in Gremien der Vertragsparteien, max. 3 Tage pro Jahr.

Die Mitglieder der Arbeitnehmervertretung können ihre Tätigkeit während der Arbeitszeit ausüben, soweit es zur ordnungsgemässen Wahrnehmung ihrer Aufgabe erforderlich ist. Die dafür benötigte Zeit gilt als Arbeitszeit.

Artikel 24 und 38.6

Mitwirkungsbestimmungen (Betriebskommissionen, Jugendkommissionen, usw.)

Arbeitnehmervertretung: Die Arbeitnehmervertretung nimmt die Anliegen der Arbeitnehmenden entgegen und vertritt sie bei der
Geschäftsleitung, wenn ihr eine Weiterbehandlung als angezeigt erscheint und wenn sie nicht auf dem Dienstweg zu behandeln sind. Beim Weiterzug von Anliegen oder Beschwerden auf dem Dienstweg kann eine Unterstützung durch die Arbeitnehmervertretung oder ein Mitglied erfolgen.

Mitwirkungsrechte
a) Information bedeutet, dass die Geschäftsleitung die Arbeitnehmervertretung über eine betriebliche Angelegenheit orientiert und ihr Gelegenheit zur Aussprache gibt.
b) Mitsprache bedeutet, dass bestimmte betriebliche Angelegenheiten vor dem Entscheid durch die Geschäftsleitung
mit der Arbeitnehmervertretung beraten werden. Der von der Geschäftsleitung gefällte Entscheid ist der Arbeitnehmervertretung bekannt zu geben und bei Abweichung von deren Stellungnahme
zu begründen.
c) Mitentscheidung bedeutet, dass in bestimmten betrieblichen Angelegenheiten ein Entscheid nur mit Zustimmung sowohl der Arbeitnehmervertretung als auch der Geschäftsleitung getroffen werden kann. Zur Mitentscheidung gehören eine hinreichende vorgängige Information sowie eine Verhandlung des Gegenstands zwischen Geschäftsleitung und Arbeitnehmervertretung.
d) Selbstverwaltung bedeutet, dass einzelne Aufgaben der Arbeitnehmervertretung zur selbstständigen Erledigung übertragen werden. Die dafür zwischen Geschäftsleitung und Arbeitnehmervertretung ausgearbeiteten Richtlinien sind verbindlich.

Artikel 38

Schutzbestimmungen von Gewerkschaftsdelegierten und von Mitgliedern der Personal- / Betriebskommissionen

Mitgliedern der Arbeitnehmervertretungen sowie Stiftungsräten betrieblicher Personalvorsorgeeinrichtungen darf wegen ihrer ordnungsgemässen Tätigkeit als Arbeitnehmervertreterin oder Arbeitnehmervertreter weder gekündigt werden noch dürfen ihnen andere Nachteile (betreffend Lohn, beruflicher Entwicklung usw.) erwachsen.

Artikel 38.5

Soz. Massnahmen / Sozialpläne / Massenentlassungen / Erhaltung v. Arbeitsplätzen

Beabsichtigt die Geschäftsleitung die Entlassung einer grösseren Zahl von Arbeitnehmenden, so hat sie die Arbeitnehmervertretung oder, falls es keine solche gibt, die Arbeitnehmenden rechtzeitig zu konsultieren. Beabsichtigt die Geschäftsleitung eine Massenentlassung gemäss Obligationenrecht, so informiert sie das kantonale Arbeitsamt und die Vertragsparteien über die beabsichtigte Massentlassung und nennt dabei die Gründe, die Zahl der regelmässig Beschäftigten, die Zahl der beabsichtigten Entlassungen und den Zeitraum des Vollzugs.

Zur Vermeidung bzw. Beschränkung von Kündigungen kommen u.a. folgende Massnahmen in Frage:
– Arbeitszeitumverteilung
– Verschiebung von Arbeitsplätzen in der Firma bzw. in der Firmengruppe
– Zusatzqualifizierung, Umschulung, Weiterbildung
– Auslagerungen von Arbeit an Betroffene
– Anwendung von Art. 57 der Vereinbarung
– Altersteilzeit und vorzeitige Pensionierungen

Artikel 43

Konfliktregelungen

Schlichtungsverfahren

StufeZuständiges Organ
1. StufeInnerbetrieblich
2. StufeVerbandsverhandlungen (kann bei Betriebsschliessungen/Massenentlassungen Stufe 1 sein)
3. StufeSchiedsgericht
Bei Streitfällen betr. berufliche Weiterbildung: firmeninterner paritätischer Ausschuss. Bei Betriebsschliessungen / Massenentlassungen hat die Arbeitnehmervertretung das Recht, die Vertragsparteien sofort beizuziehen.

Artikel 10 und 23.5

Friedenspflicht

Die Vertragsparteien anerkennen die Bedeutung des Arbeitsfriedens und verpflichten sich, diesen unbeschränkt zu wahren und zu seiner Einhaltung auf ihre Mitglieder einzuwirken. Infolgedessen sind jegliche Kampfmassnahmen ausgeschlossen, und zwar auch in Fragen, die durch die Vereinbarung nicht geregelt
werden.

Artikel 2

Dokumente und Links  nach oben
» Sozialpartner der Maschinenindustrie
» Suche nach Swissmem-Unternehmen (GAV-Unterstellung falls 'Zusatzmitglied ASM' angegeben)
» Vereinbarung in in der Maschinen-, Elektro- und Metall-Industrie (MEM) 2006 (520 KB, PDF)

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